Venedig ist die allerschönste Perle der Welt.

Einst mächtige Hauptstadt der Löwenrepublik, heute internationales Tourismusziel

Obwohl die Altstadt mittlerweile fast exklusiv vom Fremdenverkehr in all seinen Schattierungen lebt, sind die dort noch lebenden Einheimischen natürlich nicht immer begeistert über die täglichen Touristenmassen. Die Venezianer sind zu Recht stolz auf ihre glorreiche Vergangenheit und sehen sich selbst nicht unbedingt ausschließlich als hauptberufliche Cafébetreiber, Gondoliere oder Fremdenführer. Gefühlt ist man auch den furchtlosen Vorvätern nahe, welche ein weites Handelsnetz und Kolonialreich von Europa über Afrika bis nach Arabien und Asien errichteten und gegen große Widerstände kämpferisch lange Zeit aufrechterhielten. Schließlich war man fast 1000 Jahre lang Kapitale der politisch eigenständigen, wirtschaftlich erfolgreichen und allseits geachteten wie gefürchteten „Serenissima Repubblica di San Marco“. Die nach dem städtischen Wahrzeichen, dem Markuslöwen, benannte einstige Republik hat durch Krieg und Handel letztlich erst den Wohlstand erbracht, der sich seither in den prächtigen Gebäuden Venedigs architektonisch so attraktiv präsentiert.

Auf einen Plausch beim Espresso in der Nachbarschaft das wahre Leben sehen

Während des sommerlichen Trubels meist überspielt und verschüttet, kann man die typische venezianische Gelassenheit, Gastfreundschaft und Genussfreude in der Nebensaison jedoch durchaus noch an vielen Ecken entdecken. Auch sind die Chancen für Besucher, im Frühjahr in der Alt- und Innenstadt tatsächlich gebürtige Venezianer und deren Alltagsleben zu erleben, oft weitaus größer als im Sommer. Viele alteingesessene Bewohner flüchten nämlich dann ebenfalls vor den Strömen von Tagesgästen, die auch den Karneval meist zu einer Massenparty machen. Mitte März jedoch beruhigt sich das Aufkommen jedoch in der Regel und in den sechs „Sestieri“ (Stadtteilen) Cannaregio, Castello, Dorsoduro, San Marco, San Polo und Santa Croce im „Centro Storico“ kehrt vorübergehend eine ungewohnte, aber wohltuende Ruhe ein. In den Straßenzügen dort leben Familien mitunter schon seit Generationen, gerade die Älteren flanieren wieder gerne im entspannten Frühjahr und sind auch zu Fremden deutlich freundlicher

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